Der Club endlich mal wieder auf Reisen:

Götz Kühnemund ruft und der Odin kommt! Pfingstfreitag machte sich eine Abordnung des beliebtesten Metalclubs Deutschlands in einer Sternfahrt von Hannover und Kassel aus auf in das grüne Herz Deutschlands – das Ruhrgebiet! Untergebracht im Stadthotel Gladbeck (Danke an das Küken für Booking und Preisvergleich!) konnte jeglichem Wetter und Körpergeruch getrotzt werden. Jeden Morgen gab es ein lecker Frühstück und jeden Abend ein festes Dach über dem Kopf, wer wollte konnte Duschen – was will man mehr? Per Taxi ging’s dann auch bald nach der Ankunft zum genialen Festivalgelände am Kanal. Während das Programm am Freitag eher zum Aufwärmen war (Reiter und Testament) ging es dann am Samstag schon etwas mehr zur Sache. Moonsorrow zum Mittag, historisches mit Helstar im legendenumwitterten Remnants-of-War-Line-Up, sowie Locken-Rocken mit Amorphis.

Blick auf die Festivalbühne

Der Doktor übt derweilen den Horgeblick

Mit Einbruch der Dunkelheit gab’s dann die Fürsten der Finsternis, die Könige des Chaos, die Masters of the Kackstelzgang, die Pandas of Northern Darkness, die Herren der Höllenarmeen, die Männer mit den tiefsten Mundwinkeln der Welt, die Beherscher des Bösen Blicks, die einzige Band, vor der sogar Chuck Norris Angst hat, aus Norwegen, dem Land wo nie die Sonne scheint (weil sie sie verscheucht haben!) – die Band, deren Namen man eigentlich nicht aussprechen darf, da sonst die Welt untergeht: I M M O R T A L.

Die gleiche Bühne nach dem IMMORTAL die Sonne verschluckt haben

Sonntag wurde dann der Tag mit etwas leichter Muse von Napalm Death eingegrindet. Der Sänger erweckte nicht nur auf Grund seines Haarschnitts, sondern auch wegen seines Tanzstils den Eindruck, dass er wohl längere Zeit mit Hetti verbracht hat… Hetti war übrigens nicht dabei, da er lieber den Aufstieg der altehrwürdigen1. FC Köln gefeiert hat, vor dem die Hannoverfans des MC Odins nun eine Höllenangst haben. Aber zurück zum eigentlichen Bericht: Spielpausen wurden genutzt, um die Gebräuche der Einheimischen zu begutachten. Beeindruckend waren die Klippenspringer von Gelsenkirchen, die mangels ansprechender Felskulisse einfach von der Brücke in den Kanal gesprungen sind – Idioten sterben halt nicht aus.

Vor zwei Sekunden war noch eine Person mehr auf der Brücke…

Eher erschreckend war dann die Kinderwaschanlage auf der anderen Seite des Kanals – wir wissen jetzt, was eigentlich arme Leute bei diesem Wetter machen!

Ausflug in die Proll-Waschanlage

Zum Abschied wurde es dann sehr beeindruckend und lustig mit Volbeat, 50s-Metal’n’Roll der Extraklasse, die absolute Live-Empfehlung. Nach einem sehr witzigen All-Star-Jam mit Schmier und Co. sowie der Krönung des Karaoke-Königs - …Ach ja Karaoke, erst wurde der Präsi angemeldet und als dann irgendjemand die PA zum Schmelzen gebracht hat wurde nicht mal für Ersatz gesorgt! Schweinerei! Als letzter Act des Festivals standen Iced Earth auf dem Programm. Die Erwartungen waren nach dem doch etwas uninspirierten Wacken-Auftritt mindestens so hoch wie die Befürchtungen. Aber der Ripper ist ja nicht mehr und Herr Barlow hatte es trotz anderem Frisurdesign immer noch voll drauf! Ein krönender Abschluss für ein schönes Festival – bis zum nächsten Mal. Diesmal dann wahrscheinlich im Post-Hotel mit riesigem Frühstücksbuffet!

Sonne Bier Metal